Mittwoch, 29. April 2009

Trial of tears

Nach ihrem unglaublichen Durchbruch mit dem Album "Awake" war der Hype um Dream Theater ausgebrochen. Es war in der "Szene" in der ich damals unterwegs war, mehr als schick DT zu hören. Die waren einfach "progressive" und abgefahren. Sie spielten virtuos und kompliziert und alles was sie machten war "unspielbar". Es erinnerte mich an irgendwelche Wettrennen und so - es ging um die sportliche Leistung der Band, die körperliche Anstrengung, die Geschwindigkeit und Präzision ihres Spiels, die Anzahl der Noten pro Sekunde, die abgefahreren ungeraden Taktarten und all den Kram. "Boy's Toys" eben. Wie beim Quartettspielen; "meine Band spielt 13/8-Takte über 7/4-Polyrhytmik" - "sticht!".

Die Musik dahinter, die Emotionen, die Bilder, die Stimmungen, die Aussagen, die Erfahrungen, die "Lebens-Essenz", die gute Musik immer transportiert und die in einem resoniert waren völlig belanglos für die meisten. Das zählt nicht, das ist nicht greifbar, zählbar, messbar, vergleichbar. Ästhetik, Schönheit, Wahrheit, Anmut, Kraft - alles Unfug. Und das verunsicherte mich doch sehr. Denn darum ging es doch eigentlich bei Musik. ODER?

Jedenfall brachten sie dann "Falling into infinity" raus. Ein Album, das bei den Fans ziemlich durchfiel. "Kommerziell", "zu brav", "nicht abgefahrenen", "zu melodiös" und all' so Zeug. Nun denn - ich war hin und weg von diesem Album, in dem DT endlich die Frickelei um ihrer selbst Willen bstreiften und ihre Virtuosität in den Dienst der höheren Sache zu stellen begannen. Sie wurden erwachsen, brachten Reife, Einsicht, Ruhe, tiefe Kraft und all' diese Dinge ein, die sie seitdem auszeichnen. Besonders ein Lied hatte es mir dabei angetan, das mich auch heute noch mitreisst. Zumindest ein Teil davon trägt mich immer wieder so weit fort vom "HIER" und öffnet mir Horizonte. Das resoniert wie Sau in mir. Musikalisch. Aber auch textlich. Ich packe hier mal den ganzen Text rein und markiere die "Hammer-Stelle" fett.



I. It's Raining

Under the sun, there is nothing to hide
Under the moon, a stranger waits inside
People disappear
The music fades away
Splashing through the rain
I'll dream with them one day
It's raining, raining,
On the streets of New York City
It's raining, raining, raining, deep in heaven

I may have wasted all those years
They're not worth their time in tears
I may have spent too long in darkness
In the warmth of my fears

Take a look at yourself
Not at anyone else
And tell me what you see
I know the air is cold
I know the streets are cruel
But I'll enjoy the ride today

It's raining, raining,
On the streets of New York City
It's raining, raining, raining deep in heaven
Raining deep in heaven

I may have wasted all those years
They're not worth their time in tears
I may have spent too long in darkness
In the warmth of my fears

As I walk through all my myths
Rising and sinking like the waves
With my thoughts wrapped around me
Through a trial of tears


Hidden by disguise, stumbling in a world
Feeling uninspired, he gets into his car
Not within his eyes to see, open up, open up
Not much better than the man you hate

II. Deep in Heaven

[instrumental]

III. The Wasteland

Still awake
I continue to move along
Cultivating my own nonsense
Welcome to the wasteland
Where you'll find ashes, nothing but ashes
Still awake
Bringing change, bringing movement, bringing life
A silent prayer thrown away,
Disappearing in the air
Rising, sinking, raining deep inside me
Nowhere to turn,
I look for a way back home

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